Sonntag, 15. Mai 2016

Canyonlands Nationalpark

Gestern waren wir noch Pizza essen, ein Bier bzw. Margarita trinken und dann lag ich gegen 23.00 Uhr im BETT. Ein herrliches Gefühl! Geschlafen habe ich auch wirklich gut, hatte aber morgens mehr Rückenschmerzen als nach den Nächten auf meiner Isomatte. Aber da 'darf' ich ja heute Abend wieder drauf schlafen.
Ab 8.00 Uhr gibt es ein improvisiertes Frühstück vor den Motelzimmern mit Campingkochern und all dem Zeug das wir auch die letzten Tage gehabt haben. Klingt vielleicht witzig, ist es aber überhaupt nicht, da wir uns alle ein "richtiges" Frühstück mit Stühlen  und Tischen und fertigem Kaffee und ohne selber wegräumen und spülen gefreut haben. Leider war David gestern nicht bekannt, dass es KEIN Frühstück gibt und das war halt die Alternative. Aber da die Organisation in dieser Hinsicht bereits die ganzen Tage eine Katastrophe war haben wir uns gestern zwar seht darüber aufgeregt, aber großartig überraschend war es dann doch nicht. Um 9.30 Uhr sitzen wir im Bus, es ist bedeckt und kühl. Heute haben wir eine etwas längere Strecke nach Moab vor uns. Wir fahren wieder über die '12'(Scenic By Way) und überqueren die Boulder Mountains auf 3000 m. Irgendwann biegen wir ab auf die '24 East' und fahren durch den Capital Reef NP. Hier ist die Landschaft etwas karg, da die Felsen alle eintönig grau sind. An einer Stelle halten wir an und sehen uns alte Felszeichnungen der Indianer an. Irgendwann biegen wir auf die Interstate 70 ab und es geht noch schneller voran. Um 13.30 Uhr machen wir eine Lunch-Break auf irgendeinem ollen Campingplatz und führen endlose Diskussionen mit David über das heutige Programm, da er es so darstellt als wäre das alles nicht schaffbar. Wir bestehen glücklicherweise darauf, den Sonnenuntergang am Mesa Arch sehen zu wollen, auch wenn es David offenbar nicht passt.  Tatsächlich fahren wir danach noch etwas über eine Stunde zum Campground und haben dann Zeit ohne Ende. Nachdem die Zelte aufgebaut sind fahren wir wieder los in den Canyonlands NP. Die Ausblicke während der Fahrt sind schon wieder wunderbar und am "Grand View Overlook", einem Aussichtspunkt über dem 450 Meter tieferen Tal im Canyon, das der Colorado River ausgespült hat und in dem sich wiederum Schluchten auftun, überwältigend! Wir machen Fotos und genießen den Ausblick, dann fahren wir ein Stück zurück und zum "Green River Overlook", wo es auch wieder einen tollen Ausblick gibt. Letzte Station ist der "Mesa Arch", ein natürlich entstandener Steinbogen vor einem grandiosen Hintergrund. Ich weiß gar nicht mehr was ich hier schreiben soll. Ich habe inzwischen schon viele schöne Dinge gesehen, tolle Landschaften, großartige Natur. Aber noch niemals habe ich so etwas überwältigendes gesehen wie hier während dieser Reise. Man kommt sich auf einmal so unendlich klein vor! Es ist der absolute Wahnsinn, was die Natur hier geschaffen hat! Die Lichtverhältnisse am Mesa Arch sind besonders schön und wir halten uns hier eine ganze Weile auf.  Eigentlich warten wir auf den berühmten Sonnenuntergang, aber der kommt heute leider nicht (vermutlich falsche Jahreszeit), trotzdem trinken wir unser Sonnenuntergangs-Bierchen und fahren dann zurück zum Campingplatz, wo Geoffrey bereits das Abendessen vorbereitet hat. Es gibt Tortellini mit Sauce und Würstchen. Trotzdem (oder weil) wir uns heute nicht viel bewegt haben, bin ich ziemlich kaputt. Aber nach dem Essen sitzen wir noch in einer gemütlichen Runde zusammen und "philosophieren" mit Geoffrey über das Leben, ist echt lustig.  Um kurz nach elf liege ich in meinem Zelt, heute mal ohne Wärmflasche, es ist hier auch so ganz muckelig. Leider fängt es an zu regnen und es ist etwas stürmisch, ich hoffe, morgen hat sich das wieder verzogen...