Montag, 23. Mai 2016

The End...

23. Mai 2016
Die erste Nacht zu Hause ist nun schon wieder rum. Im eigenen Bett zu schlafen war schon schön, obwohl ich darauf gerne noch etwas verzichtet hätte und lieber noch weiter etwas durch den wilden Westen getingelt wäre!

Es war eine großartige Reise mit vielen tollen Eindrücken und Erlebnissen. Und mit einer tollen Truppe. Euch allen noch einmal VIELEN DANK für eine unvergessliche Reise!!!








Sonntag, 22. Mai 2016

Unterwegs

Der Flieger startet 20 Minuten später, was aber gar kein Problem ist. In Minneapolis muss ich nur etwa 1 km durch den Flughafen immer geradeaus laufen, ohne weitere Kontrollen und bin dann direkt zum Boarding am Gate. Da mir das zu früh ist, mich schon wieder auf einen Sitz zu quetschen, laufe ich noch 20 Minuten rum und kaufe mir einen sündhaft teuren Nussriegel, der nicht mal so gut schmeckt wie er aussah 😕. Um 19.05 Uhr (2 Stunden +) sitze ich im Flieger, der dann ebenfalls etwas verspätet startet. Nach knapp 1 Stunde  gibt es Abendessen. Hähnchen mit Kartoffeln. Nicht ganz übel, aber ich wünsche mir jetzt das von unserem Küchenteam gezauberte Abendessen beim Camping zurück. Das war ja schon schön! Und lecker. Ab morgen kann ich wieder selber alles kochen was ich will, aber so verlockend finde ich das grad gar nicht mehr. Lieber noch ein bisschen Outdoor-Impro und dafür weitere tolle Erlebnisse. Aber das Leben ist nun mal kein Ponyhof und deswegen muss ich jetzt erstmal back to the Alltag.
Ich kann dann zum Glück ganz gut schlafen, so dass der Flug gut rum geht. Irgendwann gibt es Frühstück und dann kommt auch schon die Durchsage, dass wir Paris anfliegen. Den größten Teil habe ich damit geschafft.
In Paris landen wir zwar pünktlich,  aber es gibt keinen freien Parkplatz, so dass wir ne Weile warten müssen. An der Sicherheitskontrolle dauert es ewig, aber ich bin noch in der Zeit und pünktlich zum Boarding am Gate. Noch ein paar Stündchen...

Samstag, 21. Mai 2016

Las Vergas Airport

Um 10.30 Uhr fahre ich mit Stefi, Willi, Eva und Sylvia mit dem Shuttle zum Flughafen. Dort werden wir schon getrennt, da ich die einzige bin die mit Delta Airline fliegt und woanders raus gelassen wird. Ich habe Zeit ohne Ende, gebe den Koffer auf, bummel etwas rum und am Sicherheitscheck geht es auch zügig. Hier gönne ich mir bei "Ruby's" noch einen Burger und eine Coke, so dass ich die Zeit ganz gut rum bekomme. Geplante Abflugzeit ist 13.30 Uhr und ich hoffe dass der Flieger pünktlich geht, da ich in Minneapolis 1,5 Stunden zum Umsteigen habe. Wäre ja schön wenn die Rückreise entspannter verlaufen würde....

Abschied nehmen

Heute morgen müssen wir mal kein Frühstück vorbereiten, dafür gibt es wieder ein herrliches Frühstück im Hotel. Hier haben sie ein wenig Abwechslung hineingebracht indem alles an anderer Stelle aufgebaut wurde als vor zwei Wochen. Und dann heißt es schon das erste Mal Abschied nehmen, von Maren, Michael und Rosie. Ist irgendwie komisch, dass wir nicht alle zusammen in den Bus steigen...
Unser Shuttle geht in einer Stunde, um 10.30 Uhr und dann geht es wieder nach Hause. Wir waren uns heute morgen einig, dass wir gern noch ein paar Wochen mit dieser Gruppe, und am besten mit Geoffrey, weiter campen und wandern könnten. Aber alles Schöne ist nun mal irgendwann zu Ende. Und diese Reise wird auf jeden Fall unvergesslich bleiben!

Las Vegas - Finale

Um 4 Uhr stehen wir auf, bauen die Zelte ab und verlassen um 4.45 Uhr diesen paradiesischen Ort und beginnen mit dem Aufstieg. Es ist angenehm kühl, und es lässt sich gut laufen, ist aber trotzdem anstrengend. Ein letztes Mal können wir diese herrliche Landschaft genießen, denn leider ist der Urlaub fast vorbei. Insgesamt brauchen wir sagenhafte 4 Stunden und 10 Minuten. Oben ist es ziemlich windig und kühl, und wir müssen noch auf David und die Mulis warten, die unser Gepäck transportieren. David wird quasi auch transportiert, da er seit ein paar Tagen mit seiner Kniebandage vor uns rumhumpelt und sogar zum Klo mit Wanderstöcken geht. Später hören wir, dass unsere Gruppe wohl daran "schuld" ist, da wir alle zu fit und zu schnell sind. Hmm....
Ich bin ziemlich erschossen. Die Fahrt nach Las Vegas dauert dann noch mal ca 4 Stunden, wir halten kurz am Hoover Damm um einen kurzen Blick drauf zu werfen und dann kommen wir um 16 Uhr am Hotel an. Ich ich sortiere noch schnell meine Sachen, und dann springe ich endlich unter die Dusche. Ist das schön! Es ist unglaublich wie viel Dreck sich in zwei Tagen an einem Körper festhaften kann! 😂 Dieses Frischegefühl ist unglaublich, aber viel wacher bin ich immer noch nicht.
Um 18.00 Uhr treffen wir uns noch ein letztes Mal zu einem gemeinsamen Abendessen in einem Buffetrestaurant am nördlichen Ende vom Strip. Nicht schön, aber für 9 $ ( das war wohl noch drin vom Budget) gibt es Essen satt. Nach dem Essen hält Maren eine kleine schöne Rede, die vor allem an Geoffrey gerichtet ist und der auch den größten Teil des Trinkgeldes bekommt. (David hatte vorhin im Bus allen Ernstes darum gebeten, alles in einen Umschlag zu tun, denn sie sind ja ein TEAM und teilen. Klar! Der eine ackert und bemüht sich pausenlos und der andere macht gar nichts!). Es gibt von Geoffrey eine herzliche Umarmung, es ist schon ein bisschen traurig, denn er ist mir (uns) inzwischen schon etwas ans Herz gewachsen. David bedankt sich für seinen Umschlag, fährt uns noch zum Strip und das wars dann. Ich bin froh, diesen Menschen los zu sein! Wir sind dann etwas überfordert mit Vegas, ich fühle mich ähnlich wie vor 2 Wochen und den anderen geht es genau so. Wir sehnen uns alle zurück in die "Wildnis". Wir schauen uns die Wasserspiele am 'Bellagio' und den Vulkanausbruch am 'Mirage' an und haben dann eigentlich schon genug. Aber zocken wollen wir eigentlich noch. Also gehen wir ins 'Harrah's', laufen da rum wie Falschgeld, aber so richtig wissen wir auch nicht was wir machen sollen. Ich schiebe immerhin einen Dollar in einen einarmigen Banditen, drücke einmal den Hebel runter, und das war es auch schon! Nix passiert, nix gewonnen, und wirkliche Lust habe ich auch nicht. Es ist alles zu viel, zu laut. Wir beschließen, noch ein letztes gemeinsames Bier im Hotel zu trinken, laufen über die Flamingo Road zurück, kaufen Bier an der Tankstelle und richten uns auf den Sofas und Sesseln in der Lobby ein. Hier kann man das machen. Gegen 23.30 Uhr ist dann endgültig Feierabend, die Akkus sind alle und morgen wird es auch nochmal anstrengend. Rückreise...







Donnerstag, 19. Mai 2016

Havasupai-Reservat

Heute haben wir einen Urlaubstag. Wir können ausschlafen, frühstücken um 8.00 Uhr gaaanz gemütlich und starten irgendwann gemeinsam zu dem etwas weiter unten gelegenen Wasserfall "Mooney". Als wir den von oben sehen, bleibt uns schon der Atem stehen, so schön ist der Anblick. Um dort hin zu kommen, müssen wir allerdings über einen extrem steilen Abstieg hinunterklettern. Über in den Fels gehauene Stufen und Leitern hangeln wir uns mal wieder an dicken Eisenketten hinunter. Klasse! Unten springen wir sofort in den wunderbar hellblauen Pool, das Wasser ist frisch aber herrlich!  Hier verweilen wir eine Weile bevor wir noch ein Stückchen weiter nach unten wandern. Immer entlang des kleinen Flüsschens oder mitten durch, bis wir zu einer ganz idyllischen Stelle mit einem Picknicktisch gelangen. Hier teilt sich die Gruppe, ein Teil geht weiter, wir chillen und baden hier. Um 13.30 Uhr machen wir uns wieder auf den Rückweg, der Aufstieg macht jetzt richtig Spaß. Am Camp angekommen trinken wir einen "Kaffee", relaxen und genießen einfach unseren "freien" Tag in wunderschöner Kulisse.
Um 16.00 Uhr machen Steffi; Willrich und ich uns durch Staub und Hitze am f den Weg ins Dorf, weil Geoffrey meinte wir müssen unbedingt von hier eine Postkarte schicken wegen der tollen Briefmarke. Wir brauchen 40 Minuten, aber als wir ankommen und unsere Postkarte im Supermarkt gekauft haben, hat das Postoffice ZU! Aber immerhin gibt es hier WLAN und ich versuche jetzt mal, meinen Blog zu aktualisieren.
Morgen geht es ganz früh wieder raus aus dem Canyon und dann zurück nach Vegas. Kann ich mir gerade gar nicht vorstellen.






Grand Canyon

18. Mai 2016
Mein Wecker geht um 5 45 Uhr, eben alles zusammen packen (mein Schlafsack ist zum Glück wieder trocken), dann zum Frühstück. Das ist, ich hätte nicht gedacht, dass das möglich ist, echt noch schlechter ist als das in Vegas, denn hier gibt es nur Süßkram, nicht mal Bananen für die Kornflakes. Nachdem wir den Trailer gepackt haben, geht's wieder von Williams aus auf die historische Route 66 (heute die Interstate 40) Richtung Grand Canyon.  Wir erreichen unser Ziel gegen 10.00 Uhr. Auf dem Parkplatz, wo unser Gepäck später auf die Mulis verteilt wird, sind noch einige andere Fahrzeuge, wobei Geoffrey sich freut, dass es heute so wenig sind. Leider hat man von hier nicht den erwarteten Ausblick bzw. Einblick in den berühmten Canyon, da wir uns hier an einem Seitenausläufer befinden. Da David wegen seinem Knie nicht hinunter wandern und daher reiten wird, können wir um 11.20 Uhr mit unserem Abstieg hinunter in den Canyon beginnen. Das s ist ein sehr schöner Weg, wieder mal vorbei an roten links und rechts steil aufragenden Felsen. Wir sind ziemlich flott unterwegs, machen eigentlich nur eine Lunchpause, und so erreichen wir relativ zügig das Tal, was sehr grün bewachsen ist und wo ein unglaublich klares Flüsschen durch fließt. Irgendwann stoppen einige von uns ein Stück vor uns und Geoffrey signalisiert uns, einen Bogen zu laufen. Der Grund: direkt neben dem Weg befindet sich eine  Klapperschlange, die ganz offensichtlich nicht amüsiert über uns Eindringlinge ist. Willrich hat sie wohl auch nur entdeckt, weil sie neben ihm anfing zu fauchen. Aus sicherer Entfernung machen wir ein paar Fotos. Als ein Reiter kommt, eindeutig indianischer Herkunft, machen wir ihn auf die Schlange aufmerksam, die inzwischen mitten auf dem Weg liegt. Er steigt kurzerhand ab und wirft erst große Steine auf sie und sie greift mehrfach an. Erst denken wir, er will sie töten, aber dann nimmt er einen langen gegabelten Stock und wirft sie ins Gebüsch. Da müsste ich eigentlich auch hin, verkneife es mir aber erstmal. Um 15 40 Uhr sind wir am "Eingang", wo Geoffrey unsere Genehmigung vorlegen muss. Danach laufen wir eine ganze Weile durch das Dorf der Indianer, alles kleine Häuser mit Paddocks für die Pferde und Mulis. Es geht weiter und weiter einen staubigen Sandweg entlang, der sich sehr zieht und irgendwann muss ich dann doch noch in die Büsche. Allerdings halte ich es für unwahrscheinlich, dass uns gleich noch eine Schlange begegnet. Und dann plötzlich sehen wir links von uns einen wahnsinnig schönen Wasserfall mit hellblauem Wasser, unglaublich idyllisch trotz einiger Leute, die dort liegen oder baden. Wir müssen aber noch weiter und kommen zu einem weiteren Wasserfall, der uns allen Ausrufe des staunens entlockt. Das Becken ist so hellblau und der Wasserfall so schön, dass es schon etwas kitschig und unecht wirkt. Kurz danach beginnt dann auch endlich der Campground, der unheimlich schön hier in dieser Landschaft angelegt ist. Lauter kleinere Plätze links und rechts vom Weg, der sich aber auch ungleichmäßig zwischen den vorhandenen Bäumen durchschlängelt. Ubd es ist nicht so überlaufen wie ich befürchtet hatte. Wir schlagen unsere Zelte schließlich direkt am Fluss auf, völlig verstaubt und ziemlich groggy. Wir trinken ein heimliches mitgebrachtes lauwarmes Bier aus Plastik-Kaffeebechern (Alkohol ist hier offiziell nicht erlaubt) und sind erstmal nur froh, endlich hier zu sein. Dann kümmert sich unser Abendessen-Team um unser Essen, was ebenfalls in Kühltruhen auf Mulis hier heruntergebracht wurde. Es gibt Steaks  (leider in der Pfanne gebraten, da hier nicht gegrillt werden darf) und Kartoffeln und Gemüse. Danach ist es erst 19.00 Uhr und ein paar von uns gehen noch zum Wasserfall, die hartgesottenen sogar ins Wasser, ich schaue es mir lieber von einem etwas höher gelegenen Felsen aus an und genieße einfach nur die Schönheit der Natur. Eine halbe Stunde sitzen wir danach noch am Platz zusammen, dann verschwinden wir nach und nach in unsere Zelte. Hiermit es heute mal wieder muckelig warm und die Regenwolken sind zum Glück auch weiter gezogen. Das Wasser rauscht beruhigend im Hintergrund, wobei ich hoffe, dass meine Blase davon heute Nacht nicht allzu inspiriert wird, denn die (Bio)Toiletten sind ein gutes Stück entfernt und ob ich mich traue in den Busch zu gehen weiß ich noch nicht. ..





Dienstag, 17. Mai 2016

Monument Valley

Es regnet fast die ganze verdammte Nacht lang ziemlich heftig. Bis um 2.20 Uhr schlafe ich trotzdem ganz gut, dann nur noch etappenweise weil ich mir schon Gedanken mache, wie wir bei dem Regen das Frühstück vorbereiten und die Zelte abbauen sollen. Um 5.30 Uhr beschließe ich dann, schon mal duschen zu gehen und stelle dann fest, dass mein Zelt am Boden pitschnass ist uns ein Teil meiner Klamotten ebenfalls. Ich könnte grad mal kurz ausflippen. Aber hilft ja nix. Heute sind irgendwie alle recht früh auf den Beinen, da wir früh los wollen. Beim Abbau (zum Glück hat es jetzt mal aufgehört zu regnen) stelle ich dann fest, dass mein Zelt inmitten eines kleinen Sees steht, der sich über Nacht gebildet hat. David sagt mir später, er hatte sein Zelt auch schon mal an der Stelle stehen und ihm ist das gleiche passiert. Dann sag ich doch mal DANKE für den rechtzeitigen Hinweis! Immerhin bekomme ich für die letzten Tage ein anderes Zelt. Wir laden die Sachen ein  und fahren ein paar Meter weiter zu "Denny's",  einem typisch amerikanischen Frühstücksrestaurant, wo David als Alternative für uns Frühstück bestellt hat. Rührei, Gemüseomelett, Speck Kartofferösti (fast roh) und Pancakes mit Sirup, das alles serviert in großen Plastikschalen. Sicher gut gemeint aber ganz furchtbar! Steffi kommentiert das ganz treffend: "Wenn schon stillos, dann wenigstens konsequent". Wenigstens gibt es zwei große Tassen Kaffee und wir haben jede Menge Spaß. Meine schlechte Laune ist weitestgehend verflogen und das Wetter sieht auch ganz gut aus als wir um 8.40 Uhr dann losfahren. Heute haben wir eine relativ lange Fahrt vor uns. Einen ersten Halt machen wir (inzwischen sind wir in Arizona) aber erstmal nach 1,5 Stunden in einem kleinen Kaff, weil David dort einen Physiotermin hat!!! Wir gehen derweil in den gegenüber liegenden Supermarkt und Geoffrey schleppt alles mögliche aus dem Trailer, damit wir uns an den Tischen davor unser Lunchpaket machen können. Irgendwann geht's dann weiter und mittags erreichen wir das Indianerreservat der Navajo (mit 160.000 Menschen der größte Stamm) im Monument Valley. Hier ist John Wayne durchgeritten, was ich auch so gerne machen würde. Aber ich hatte David bereits am Anfang der Reise danach gefragt, aber er meinte, da gäbe es keine Gelegenheit. Statt dessen ist eine fakultative Jeeptour vorgesehen, die wir mangels Alternative alle mitmachen. Als wir an der Station ankommen, sehe ich als erstes ein Schild mit "Horseriding" und ich könnte David an die Gurgel gehen. Ich spreche ihn darauf an, und er hat mindestens drei dämliche Ausreden parat und entschuldigt sich dafür. Das ist genauso glaubwürdig, wie er uns vorgestern weismachen wollte, dass er EXTRA für uns auf dem Campground den zugewiesenen Zeltplatz geändert hat, damit wir eigenen Strom und Wasser haben. Dabei war das an jedem Platz verfügbar. Wir glauben ihm inzwischen kein Wort mehr. Die Jeeptour ist ganz furchtbar. Wir werden wie zig andere Touris auch durch die Gegend gekarrt, werden alle 500 Meter aufgefordert, auszusteigen, zum Fotos machen oder an Souvenirständen überteuerten Schmuck zu kaufen, der nicht einmal schön ist. Es ist wie auf einer Kaffeefahrt. Aber das Monument Valley ist wunderschön anzusehen, wieder ganz anders aber herrlich, eben so wie in den Western. Ein Stück entfernt bilden dich schon wieder dunkle Wolken und man kann sehen, dass es dort heftig regnet, so dass wir froh sind, wieder trocken am Bus anzukommen. Gegen 16.00 Uhr geht unsere Fahrt dann weiter. Unterwegs regnet es, aber das kann uns jetzt egal sein, zumal wir heute Nacht ja wieder in einem Hotelzimmer schlafen dürfen. Um 19.00 Uhr machen wir in Flagstaff Pause fürs Abendessen, dann gibt es wieder endlose Diskussionen über die nächsten 2 Tage im Camp im Grand Canyon, weil zum einen die Reisebeschreibung hier falsch ist und zum anderen David nicht in der Lage ist, uns mal eine klare und deutliche Ansage zu machen. Um 19.30 Uhr kommen wir etwa an unserem Hotel an. Hier müssen wir erstmal umpacken, da wir die nächsten Tage nur beschränktes Gepäck mitnehmen können. Ich hänge auch noch meine nassen Klamotten und den Schlafsack im Zimmer auf in der Hoffnung, dass die bis morgen trocken sind. Trotz der ganzen Unstimmigkeiten heute freue ich mich sehr auf die nächsten 2 Tage, die wir wieder im Zelt im Tal Havasupai verbringen, wo auch Indianer leben und wo es wunderschöne türkiesene Wasserfälle gibt. Allerdings wird das wohl auch wieder sehr spartanisch, ohne Duschen, aber immerhin mit Bio-Klo 😁. Und ohne WLAN natürlich.




Montag, 16. Mai 2016

Arches Nationalpark

Um 6.15 Uhr treffe ich mich mit Steffi und Willrich um unsere Wäsche in der Laundry zu waschen. Um 8.00 Uhr fahren wir los in den Arches Nationalpark, zuerst zum Delicate Arch, wo wir nach einer kurzen Wanderung gelangen. Dieser natürliche Steinbogen ist wirklich sehr beeindruckend und zu dieser Uhrzeit noch nicht zu überlaufen, so dass  wir noch tolle Fotos machen können. Nach einer Weile geht es wieder zurück und wir fahren weiter, machen einen kurzen Stopp am "Balance Rock", bevor es weiter geht zum "Double-Arch". Hier machen wir die Lunch-Pause. Die ganze Zeit schon haben such fette Wolken gesammelt und dann hören wir es donnern bevor es auffrischt und dann anfängt zu regnen.  Also laufen wir schnell zum Bus und fahren weiter. Dann fahren wir weiter zur "Park Avenue", wo wir ohne Regen ca. 1.5 km durch steil aufregende Felsen durchbummeln. Das Wetter ist nach wie vor wechselhaft und ein Teil der Gruppe hat sich schon auf einen Nachmittag in Moab eingestellt. Da aber der Wunsch aufkam, auch den letzten Programmpunkt, "Double-O-Arches" zu machen, st dad auch okay und wir fahren noch dorthin, wo auch noch ein bisschen wandern ansteht. Der Weg hier ist wunderschön, "fluffige", Felsen und viel Grün, herrlich!  Wir laufen vorbei am "Landscape Arch" über einen unglaublich tollen Trail über fette Felsenrücken. In der Ferne sehen wir immer noch fette Regenwolken, die in unsere Richtung ziehen. Da ein Teil von uns (ich auch) zu viel Respekt davor hat, drehen wir um, die anderen gehen weiter. Richtig nass werden am Ende nur wir. Gegen halb 5 sind wir zurück in  Moab, wo ein paar von uns noch für 1,5 Stunden in die Stadt gehen, was auch völlig ausreicht. Viele Läden mit viel Ramsch. Als wir zurück sind, beginnen die Vorbereitungen für das Abendessen. Eigentlich wollten wir heute grillen, aber das Wetter ist zu wechselhaft und so bringen wir die Kochutensilien unter einen überdachten Platz und es wird einfach alles mögliche an Fleisch und Gemüse zusammen gemixt. Ist auch ein leckeres Abendessen, man versucht halt das beste daraus zu machen. Bis um 10.30 Uhr sitzen wir noch mit der Hälfte der Gruppe zusammen, dann geht's ins Zelt. Zum Glück hat es inzwischen aufgehört zu regnen, aber es ist viel kälter als gestern, so dass ich wieder meine Wärmflasche mit in den Schlafsack nehme.






Sonntag, 15. Mai 2016

Canyonlands Nationalpark

Gestern waren wir noch Pizza essen, ein Bier bzw. Margarita trinken und dann lag ich gegen 23.00 Uhr im BETT. Ein herrliches Gefühl! Geschlafen habe ich auch wirklich gut, hatte aber morgens mehr Rückenschmerzen als nach den Nächten auf meiner Isomatte. Aber da 'darf' ich ja heute Abend wieder drauf schlafen.
Ab 8.00 Uhr gibt es ein improvisiertes Frühstück vor den Motelzimmern mit Campingkochern und all dem Zeug das wir auch die letzten Tage gehabt haben. Klingt vielleicht witzig, ist es aber überhaupt nicht, da wir uns alle ein "richtiges" Frühstück mit Stühlen  und Tischen und fertigem Kaffee und ohne selber wegräumen und spülen gefreut haben. Leider war David gestern nicht bekannt, dass es KEIN Frühstück gibt und das war halt die Alternative. Aber da die Organisation in dieser Hinsicht bereits die ganzen Tage eine Katastrophe war haben wir uns gestern zwar seht darüber aufgeregt, aber großartig überraschend war es dann doch nicht. Um 9.30 Uhr sitzen wir im Bus, es ist bedeckt und kühl. Heute haben wir eine etwas längere Strecke nach Moab vor uns. Wir fahren wieder über die '12'(Scenic By Way) und überqueren die Boulder Mountains auf 3000 m. Irgendwann biegen wir ab auf die '24 East' und fahren durch den Capital Reef NP. Hier ist die Landschaft etwas karg, da die Felsen alle eintönig grau sind. An einer Stelle halten wir an und sehen uns alte Felszeichnungen der Indianer an. Irgendwann biegen wir auf die Interstate 70 ab und es geht noch schneller voran. Um 13.30 Uhr machen wir eine Lunch-Break auf irgendeinem ollen Campingplatz und führen endlose Diskussionen mit David über das heutige Programm, da er es so darstellt als wäre das alles nicht schaffbar. Wir bestehen glücklicherweise darauf, den Sonnenuntergang am Mesa Arch sehen zu wollen, auch wenn es David offenbar nicht passt.  Tatsächlich fahren wir danach noch etwas über eine Stunde zum Campground und haben dann Zeit ohne Ende. Nachdem die Zelte aufgebaut sind fahren wir wieder los in den Canyonlands NP. Die Ausblicke während der Fahrt sind schon wieder wunderbar und am "Grand View Overlook", einem Aussichtspunkt über dem 450 Meter tieferen Tal im Canyon, das der Colorado River ausgespült hat und in dem sich wiederum Schluchten auftun, überwältigend! Wir machen Fotos und genießen den Ausblick, dann fahren wir ein Stück zurück und zum "Green River Overlook", wo es auch wieder einen tollen Ausblick gibt. Letzte Station ist der "Mesa Arch", ein natürlich entstandener Steinbogen vor einem grandiosen Hintergrund. Ich weiß gar nicht mehr was ich hier schreiben soll. Ich habe inzwischen schon viele schöne Dinge gesehen, tolle Landschaften, großartige Natur. Aber noch niemals habe ich so etwas überwältigendes gesehen wie hier während dieser Reise. Man kommt sich auf einmal so unendlich klein vor! Es ist der absolute Wahnsinn, was die Natur hier geschaffen hat! Die Lichtverhältnisse am Mesa Arch sind besonders schön und wir halten uns hier eine ganze Weile auf.  Eigentlich warten wir auf den berühmten Sonnenuntergang, aber der kommt heute leider nicht (vermutlich falsche Jahreszeit), trotzdem trinken wir unser Sonnenuntergangs-Bierchen und fahren dann zurück zum Campingplatz, wo Geoffrey bereits das Abendessen vorbereitet hat. Es gibt Tortellini mit Sauce und Würstchen. Trotzdem (oder weil) wir uns heute nicht viel bewegt haben, bin ich ziemlich kaputt. Aber nach dem Essen sitzen wir noch in einer gemütlichen Runde zusammen und "philosophieren" mit Geoffrey über das Leben, ist echt lustig.  Um kurz nach elf liege ich in meinem Zelt, heute mal ohne Wärmflasche, es ist hier auch so ganz muckelig. Leider fängt es an zu regnen und es ist etwas stürmisch, ich hoffe, morgen hat sich das wieder verzogen...








Samstag, 14. Mai 2016

Zurück aus der Wüste

14. Mai 2016
Nach zwei Tagen in der Wildnis brechen wir unsere Zelte heute morgen hier ab. Nachdem wir alles in den Trailer verladen haben, fahren wir ein Stückchen und starten unsere heutige Wanderung. Wir wandern zuerst zum Zebra Canyon, wo man durch Wasser in eine schmale Schlucht läuft. Da das Wasser einem bis zu den Hüften geht, und außerdem eiskalt ist, verzichte ich darauf hier mitzumachen. Stattdessen liege ich mit vier anderen aus der Gruppe schön im Sand vor einem Felsen in der Sonne. Als die anderen zurück sind wandern wir weiter zum Tunnle Canyon, wo ein ähnliches Programm stattfindet. Insgesamt ist die Wanderung heute weniger anstrengend und die Landschaft zwar wunderschön aber bei weitem nicht so beeindruckend wie in den letzten zwei Tagen. Das ist auch gut so, denn so können wir uns mental und körperlich ein wenig erholen. Das Highlight heute ist, dass wir die Nacht in einem Hotel verbringen werden. Um 15 Uhr sind wir wieder am Bus, wo uns Geoffrey und Steffi mit kühlem Bier erwarten. Dann geht es endlich zum Hotel, einem typisch amerikanischen Motel. Und dann geht es endlich unter die Dusche! Es ist so herrlich sich den Dreck der letzten 3 Tage vom Körper waschen zu können 😊.








Grand Staircase Escalante NP - Neon Canyon

13. Mai 2016
Um 6.15 Uhr ist die Nacht rum. Wir bereiten heute ein provisorisches Frühstück vor , da es hier weder einen Tisch noch Stühle gibt , muss jeder im Stehen essen. Um 8 Uhr werden wir mit 4 x 4 Offroad Jeeps abgeholt, die uns über eine abenteuerliche nicht asphaltierte Straße zum Einstieg der heutigen Wanderung bringen. Unser Fahrer hat richtig Spaß mit seinem Gefährt, das schon etwas ramponiert aussieht, Gas zu geben und so fühlen wir uns ein wenig wir auf einer kleinen Achterbahn. Das ist auf jeden Fall das erste Abenteuer heute, denn wir sind alle nicht angeschnallt und können nur hoffen dass uns niemand entgegen kommt. Um 9 Uhr beginnen wir dann mit unserer Wanderung in den Glen Canyon. Wieder erwartet uns eine grandiose Landschaft. Es geht circa zwei Stunden ziemlich steil hinab , über Felsen und roten Sand, teilweise müssen wir wieder etwas kraxeln. Es ist jetzt schon recht warm und der Gedanke, diesen Weg wieder hoch zu müssen, ist schon jetzt erschreckend. Als wir denken dass wir schon fast unten sind , stehen wir auf einmal am Rande einer tiefen Schlucht, ca. 200 m geht es steil bergab. Diese steigen wir nach und nach hinunter, es ist verdammt anstrengend . Irgendwann kommen wir am Fuße des Canyons an, und zum Escalante River. Hier ist alles herrlich grün und nachdem wir an einer Stelle die Wanderschuhe gegen wassertaugliche Schuhe gewechselt haben, durchqueren wir den Fluss. Das Wasser reicht bis zum Knie und ist eiskalt aber herrlich erfrischend. Der Weg ist nun zum Glück ebenerdig und wir gehen durch grünes Gestrüpp,  mehrfach durchqueren wir den Fluss, immer unterhalb von mächtigen roten Felswänden. Es ist wieder eine atemberaubend schöne Landschaft, einfach herrlich!  Unser Ziel ist die "Golden Cathedrale", eine kuppelförmige Halbhöhle, welche den Neon Canyon zur Sackgasse macht. Hier machen wir Lunchpause, bevor wir uns auf den Rückweg machen. Allein der Gedanke daran ist ziemlich entmutigend, denn inzwischen ist es sehr heiß und wir haben einige Höhenmeter zu überwinden.  Wenn der Abstieg schon anstrengend war, der Aufstieg hat es richtig in sich und bei manchem Blick nach oben stellen sich Zweifel ein, wie man das denn schaffen soll. Um 17.30 Uhr sind dann aber alle oben angelangt, ziemlich fertig, aber wir sind stolz dass wir es geschafft haben. Abgeholt werden wir wieder mit den Jeeps, aber diesmal ist die Fahrt ein etwas harmloser. Am Camp sind wir gegen 18.30 Uhr und wir alle würden am liebsten direkt unter die Dusche hüpfen. Gibt es aber ja nicht! Also befreie ich mich mit feuchten Waschlappen vom größten Schmutz und dann beginnen wir auch schon wieder mit den Vorbereitungen fürs Abendessen. Heute gibt es Tortellini mit Gemüsesauce, improvisiert aber lecker. Michael bereitet inzwischen das Lagerfeuer vor, wo später noch Würstchen am Stock gegrillt werden und wir bei einem Bierchen zusammen sitzen. Der Sternenhimmel ist wie in jeder Nacht unglaublich!  What auf wonderful day! Aber ich bin froh, dass es morgen wieder in die Zivilisation geht. Und das schöne ist: morgen werden wir in einem Hotel übernachten!  Ein Bett, eine DUSCHE, Toilette am Zimmer... wie sehr man so etwas auf einmal zu schätzen weiß!!!