Montag, 23. Mai 2016

The End...

23. Mai 2016
Die erste Nacht zu Hause ist nun schon wieder rum. Im eigenen Bett zu schlafen war schon schön, obwohl ich darauf gerne noch etwas verzichtet hätte und lieber noch weiter etwas durch den wilden Westen getingelt wäre!

Es war eine großartige Reise mit vielen tollen Eindrücken und Erlebnissen. Und mit einer tollen Truppe. Euch allen noch einmal VIELEN DANK für eine unvergessliche Reise!!!








Sonntag, 22. Mai 2016

Unterwegs

Der Flieger startet 20 Minuten später, was aber gar kein Problem ist. In Minneapolis muss ich nur etwa 1 km durch den Flughafen immer geradeaus laufen, ohne weitere Kontrollen und bin dann direkt zum Boarding am Gate. Da mir das zu früh ist, mich schon wieder auf einen Sitz zu quetschen, laufe ich noch 20 Minuten rum und kaufe mir einen sündhaft teuren Nussriegel, der nicht mal so gut schmeckt wie er aussah 😕. Um 19.05 Uhr (2 Stunden +) sitze ich im Flieger, der dann ebenfalls etwas verspätet startet. Nach knapp 1 Stunde  gibt es Abendessen. Hähnchen mit Kartoffeln. Nicht ganz übel, aber ich wünsche mir jetzt das von unserem Küchenteam gezauberte Abendessen beim Camping zurück. Das war ja schon schön! Und lecker. Ab morgen kann ich wieder selber alles kochen was ich will, aber so verlockend finde ich das grad gar nicht mehr. Lieber noch ein bisschen Outdoor-Impro und dafür weitere tolle Erlebnisse. Aber das Leben ist nun mal kein Ponyhof und deswegen muss ich jetzt erstmal back to the Alltag.
Ich kann dann zum Glück ganz gut schlafen, so dass der Flug gut rum geht. Irgendwann gibt es Frühstück und dann kommt auch schon die Durchsage, dass wir Paris anfliegen. Den größten Teil habe ich damit geschafft.
In Paris landen wir zwar pünktlich,  aber es gibt keinen freien Parkplatz, so dass wir ne Weile warten müssen. An der Sicherheitskontrolle dauert es ewig, aber ich bin noch in der Zeit und pünktlich zum Boarding am Gate. Noch ein paar Stündchen...

Samstag, 21. Mai 2016

Las Vergas Airport

Um 10.30 Uhr fahre ich mit Stefi, Willi, Eva und Sylvia mit dem Shuttle zum Flughafen. Dort werden wir schon getrennt, da ich die einzige bin die mit Delta Airline fliegt und woanders raus gelassen wird. Ich habe Zeit ohne Ende, gebe den Koffer auf, bummel etwas rum und am Sicherheitscheck geht es auch zügig. Hier gönne ich mir bei "Ruby's" noch einen Burger und eine Coke, so dass ich die Zeit ganz gut rum bekomme. Geplante Abflugzeit ist 13.30 Uhr und ich hoffe dass der Flieger pünktlich geht, da ich in Minneapolis 1,5 Stunden zum Umsteigen habe. Wäre ja schön wenn die Rückreise entspannter verlaufen würde....

Abschied nehmen

Heute morgen müssen wir mal kein Frühstück vorbereiten, dafür gibt es wieder ein herrliches Frühstück im Hotel. Hier haben sie ein wenig Abwechslung hineingebracht indem alles an anderer Stelle aufgebaut wurde als vor zwei Wochen. Und dann heißt es schon das erste Mal Abschied nehmen, von Maren, Michael und Rosie. Ist irgendwie komisch, dass wir nicht alle zusammen in den Bus steigen...
Unser Shuttle geht in einer Stunde, um 10.30 Uhr und dann geht es wieder nach Hause. Wir waren uns heute morgen einig, dass wir gern noch ein paar Wochen mit dieser Gruppe, und am besten mit Geoffrey, weiter campen und wandern könnten. Aber alles Schöne ist nun mal irgendwann zu Ende. Und diese Reise wird auf jeden Fall unvergesslich bleiben!

Las Vegas - Finale

Um 4 Uhr stehen wir auf, bauen die Zelte ab und verlassen um 4.45 Uhr diesen paradiesischen Ort und beginnen mit dem Aufstieg. Es ist angenehm kühl, und es lässt sich gut laufen, ist aber trotzdem anstrengend. Ein letztes Mal können wir diese herrliche Landschaft genießen, denn leider ist der Urlaub fast vorbei. Insgesamt brauchen wir sagenhafte 4 Stunden und 10 Minuten. Oben ist es ziemlich windig und kühl, und wir müssen noch auf David und die Mulis warten, die unser Gepäck transportieren. David wird quasi auch transportiert, da er seit ein paar Tagen mit seiner Kniebandage vor uns rumhumpelt und sogar zum Klo mit Wanderstöcken geht. Später hören wir, dass unsere Gruppe wohl daran "schuld" ist, da wir alle zu fit und zu schnell sind. Hmm....
Ich bin ziemlich erschossen. Die Fahrt nach Las Vegas dauert dann noch mal ca 4 Stunden, wir halten kurz am Hoover Damm um einen kurzen Blick drauf zu werfen und dann kommen wir um 16 Uhr am Hotel an. Ich ich sortiere noch schnell meine Sachen, und dann springe ich endlich unter die Dusche. Ist das schön! Es ist unglaublich wie viel Dreck sich in zwei Tagen an einem Körper festhaften kann! 😂 Dieses Frischegefühl ist unglaublich, aber viel wacher bin ich immer noch nicht.
Um 18.00 Uhr treffen wir uns noch ein letztes Mal zu einem gemeinsamen Abendessen in einem Buffetrestaurant am nördlichen Ende vom Strip. Nicht schön, aber für 9 $ ( das war wohl noch drin vom Budget) gibt es Essen satt. Nach dem Essen hält Maren eine kleine schöne Rede, die vor allem an Geoffrey gerichtet ist und der auch den größten Teil des Trinkgeldes bekommt. (David hatte vorhin im Bus allen Ernstes darum gebeten, alles in einen Umschlag zu tun, denn sie sind ja ein TEAM und teilen. Klar! Der eine ackert und bemüht sich pausenlos und der andere macht gar nichts!). Es gibt von Geoffrey eine herzliche Umarmung, es ist schon ein bisschen traurig, denn er ist mir (uns) inzwischen schon etwas ans Herz gewachsen. David bedankt sich für seinen Umschlag, fährt uns noch zum Strip und das wars dann. Ich bin froh, diesen Menschen los zu sein! Wir sind dann etwas überfordert mit Vegas, ich fühle mich ähnlich wie vor 2 Wochen und den anderen geht es genau so. Wir sehnen uns alle zurück in die "Wildnis". Wir schauen uns die Wasserspiele am 'Bellagio' und den Vulkanausbruch am 'Mirage' an und haben dann eigentlich schon genug. Aber zocken wollen wir eigentlich noch. Also gehen wir ins 'Harrah's', laufen da rum wie Falschgeld, aber so richtig wissen wir auch nicht was wir machen sollen. Ich schiebe immerhin einen Dollar in einen einarmigen Banditen, drücke einmal den Hebel runter, und das war es auch schon! Nix passiert, nix gewonnen, und wirkliche Lust habe ich auch nicht. Es ist alles zu viel, zu laut. Wir beschließen, noch ein letztes gemeinsames Bier im Hotel zu trinken, laufen über die Flamingo Road zurück, kaufen Bier an der Tankstelle und richten uns auf den Sofas und Sesseln in der Lobby ein. Hier kann man das machen. Gegen 23.30 Uhr ist dann endgültig Feierabend, die Akkus sind alle und morgen wird es auch nochmal anstrengend. Rückreise...







Donnerstag, 19. Mai 2016

Havasupai-Reservat

Heute haben wir einen Urlaubstag. Wir können ausschlafen, frühstücken um 8.00 Uhr gaaanz gemütlich und starten irgendwann gemeinsam zu dem etwas weiter unten gelegenen Wasserfall "Mooney". Als wir den von oben sehen, bleibt uns schon der Atem stehen, so schön ist der Anblick. Um dort hin zu kommen, müssen wir allerdings über einen extrem steilen Abstieg hinunterklettern. Über in den Fels gehauene Stufen und Leitern hangeln wir uns mal wieder an dicken Eisenketten hinunter. Klasse! Unten springen wir sofort in den wunderbar hellblauen Pool, das Wasser ist frisch aber herrlich!  Hier verweilen wir eine Weile bevor wir noch ein Stückchen weiter nach unten wandern. Immer entlang des kleinen Flüsschens oder mitten durch, bis wir zu einer ganz idyllischen Stelle mit einem Picknicktisch gelangen. Hier teilt sich die Gruppe, ein Teil geht weiter, wir chillen und baden hier. Um 13.30 Uhr machen wir uns wieder auf den Rückweg, der Aufstieg macht jetzt richtig Spaß. Am Camp angekommen trinken wir einen "Kaffee", relaxen und genießen einfach unseren "freien" Tag in wunderschöner Kulisse.
Um 16.00 Uhr machen Steffi; Willrich und ich uns durch Staub und Hitze am f den Weg ins Dorf, weil Geoffrey meinte wir müssen unbedingt von hier eine Postkarte schicken wegen der tollen Briefmarke. Wir brauchen 40 Minuten, aber als wir ankommen und unsere Postkarte im Supermarkt gekauft haben, hat das Postoffice ZU! Aber immerhin gibt es hier WLAN und ich versuche jetzt mal, meinen Blog zu aktualisieren.
Morgen geht es ganz früh wieder raus aus dem Canyon und dann zurück nach Vegas. Kann ich mir gerade gar nicht vorstellen.






Grand Canyon

18. Mai 2016
Mein Wecker geht um 5 45 Uhr, eben alles zusammen packen (mein Schlafsack ist zum Glück wieder trocken), dann zum Frühstück. Das ist, ich hätte nicht gedacht, dass das möglich ist, echt noch schlechter ist als das in Vegas, denn hier gibt es nur Süßkram, nicht mal Bananen für die Kornflakes. Nachdem wir den Trailer gepackt haben, geht's wieder von Williams aus auf die historische Route 66 (heute die Interstate 40) Richtung Grand Canyon.  Wir erreichen unser Ziel gegen 10.00 Uhr. Auf dem Parkplatz, wo unser Gepäck später auf die Mulis verteilt wird, sind noch einige andere Fahrzeuge, wobei Geoffrey sich freut, dass es heute so wenig sind. Leider hat man von hier nicht den erwarteten Ausblick bzw. Einblick in den berühmten Canyon, da wir uns hier an einem Seitenausläufer befinden. Da David wegen seinem Knie nicht hinunter wandern und daher reiten wird, können wir um 11.20 Uhr mit unserem Abstieg hinunter in den Canyon beginnen. Das s ist ein sehr schöner Weg, wieder mal vorbei an roten links und rechts steil aufragenden Felsen. Wir sind ziemlich flott unterwegs, machen eigentlich nur eine Lunchpause, und so erreichen wir relativ zügig das Tal, was sehr grün bewachsen ist und wo ein unglaublich klares Flüsschen durch fließt. Irgendwann stoppen einige von uns ein Stück vor uns und Geoffrey signalisiert uns, einen Bogen zu laufen. Der Grund: direkt neben dem Weg befindet sich eine  Klapperschlange, die ganz offensichtlich nicht amüsiert über uns Eindringlinge ist. Willrich hat sie wohl auch nur entdeckt, weil sie neben ihm anfing zu fauchen. Aus sicherer Entfernung machen wir ein paar Fotos. Als ein Reiter kommt, eindeutig indianischer Herkunft, machen wir ihn auf die Schlange aufmerksam, die inzwischen mitten auf dem Weg liegt. Er steigt kurzerhand ab und wirft erst große Steine auf sie und sie greift mehrfach an. Erst denken wir, er will sie töten, aber dann nimmt er einen langen gegabelten Stock und wirft sie ins Gebüsch. Da müsste ich eigentlich auch hin, verkneife es mir aber erstmal. Um 15 40 Uhr sind wir am "Eingang", wo Geoffrey unsere Genehmigung vorlegen muss. Danach laufen wir eine ganze Weile durch das Dorf der Indianer, alles kleine Häuser mit Paddocks für die Pferde und Mulis. Es geht weiter und weiter einen staubigen Sandweg entlang, der sich sehr zieht und irgendwann muss ich dann doch noch in die Büsche. Allerdings halte ich es für unwahrscheinlich, dass uns gleich noch eine Schlange begegnet. Und dann plötzlich sehen wir links von uns einen wahnsinnig schönen Wasserfall mit hellblauem Wasser, unglaublich idyllisch trotz einiger Leute, die dort liegen oder baden. Wir müssen aber noch weiter und kommen zu einem weiteren Wasserfall, der uns allen Ausrufe des staunens entlockt. Das Becken ist so hellblau und der Wasserfall so schön, dass es schon etwas kitschig und unecht wirkt. Kurz danach beginnt dann auch endlich der Campground, der unheimlich schön hier in dieser Landschaft angelegt ist. Lauter kleinere Plätze links und rechts vom Weg, der sich aber auch ungleichmäßig zwischen den vorhandenen Bäumen durchschlängelt. Ubd es ist nicht so überlaufen wie ich befürchtet hatte. Wir schlagen unsere Zelte schließlich direkt am Fluss auf, völlig verstaubt und ziemlich groggy. Wir trinken ein heimliches mitgebrachtes lauwarmes Bier aus Plastik-Kaffeebechern (Alkohol ist hier offiziell nicht erlaubt) und sind erstmal nur froh, endlich hier zu sein. Dann kümmert sich unser Abendessen-Team um unser Essen, was ebenfalls in Kühltruhen auf Mulis hier heruntergebracht wurde. Es gibt Steaks  (leider in der Pfanne gebraten, da hier nicht gegrillt werden darf) und Kartoffeln und Gemüse. Danach ist es erst 19.00 Uhr und ein paar von uns gehen noch zum Wasserfall, die hartgesottenen sogar ins Wasser, ich schaue es mir lieber von einem etwas höher gelegenen Felsen aus an und genieße einfach nur die Schönheit der Natur. Eine halbe Stunde sitzen wir danach noch am Platz zusammen, dann verschwinden wir nach und nach in unsere Zelte. Hiermit es heute mal wieder muckelig warm und die Regenwolken sind zum Glück auch weiter gezogen. Das Wasser rauscht beruhigend im Hintergrund, wobei ich hoffe, dass meine Blase davon heute Nacht nicht allzu inspiriert wird, denn die (Bio)Toiletten sind ein gutes Stück entfernt und ob ich mich traue in den Busch zu gehen weiß ich noch nicht. ..